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Mithilfe bei Kirchner Projekten

Lehrjahre von David Fuchs in Verbindung mit Kirchner Skulpturen:

Seit meiner frühen Kindheit ist mir das Atelier von Heinrich Kirchner, sein Wesen und seine Arbeit vertraut. Der Grund liegt natürlich in der engen Verbundenheit meines Vaters Paul Fuchs mit ihm. In der Zeit zwischen 1976 und 1983 habe ich neben meiner Arbeit bei Manfred Kage (Mikroskopie, Fotografie) im Atelier meines Vaters Paul Fuchs mitgearbeitet. Schwerpunkt war das Schweißen und Treibarbeiten in 4mm Bronzeblech. In dieser Zeit sind einige Großskulpturen für Heinrich Kirchner entstanden. Teilweise habe ich 10-40Kg Bronzeschweißdraht je Skulptur verschweißt - mit abenteuerlichen WIG Schweißmaschinen - teils sogar mit einem VW Motor angetrieben…

Die Familien Stöckle und Fuchs haben seit dem gemeinsamen Studium von Egon und Paul enge Verbindungen. Egon hat viele Bronzegüsse für Heinrich Kirchner in seinem Atelier auch mit unserer Mithilfe realisiert. Nach meiner Zeit bei meinem Vater habe ich viele Projekte mit und für Egon Stöckle in seinem und später in meinem Atelier realisiert – die Wurzeln der Metallatelier GmbH…Interessant an den hier gezeigten Projekten ist die Entwicklung von der Modellierung der Skulpturen in Wachs über die Nacharbeit der Bronzegüsse hin zum Einsatz von gewalztem Bronzetafeln zum Bau der Skulpturen. Heiner hat sehr gerne mit Wachsplatten gearbeitet, um damit schon im Formen den Metallcharakter einzufangen. Die warm biegbare, sich etwas gegen sphärische Verformung sträubende Wachsplatte aus Paraffin, Bienenwachs, Kolophonium und Ruß ist mit der Metallplatte verwandt. Die Skulpturen wurden immer größer, diese in Wachs herzustellen immer herausfordernder….Das Trio Heiner, Paul, Egon sind dazu übergegangen, fertige, gegossene Skulpturen zu zerschneiden und nachgegossene Bronzeplatten nach dem Guss nachzuformen und damit die Figuren an den Schnittstellen zu strecken und zu straffen. Guss ist sehr aufwendig, das führte bei Paul zu dem Gedanken, gewalzte Bronzeplatten aus der Industrie für diese Streckungen einzusetzen. Daraus hat sich die Idee entwickelt, Skulpturen direkt aus diesem Material zu bauen…Material und Werkzeug wurden angeschafft, Biege, Zuschnitt und Glühmethoden mit einfachen Werkzeugen entwickelt. Da die Skulpturen immer höher wurden, wurde ein Kran geschweißt (eine meiner ersten Schweißarbeiten), ein Zeltdach gebaut und draußen gearbeitet. Die Arbeitsbedingungen waren hart, Flexen im Gras, zischende Schneeflocken auf der frischen Schweißnaht im Lichtkegel der provisorischen Beleuchtung - aber die Stimmung und das Lebensgefühl war aus meiner Sicht gut und unvergesslich…In dieser Zeit wurden teils mehrere Großskulpturen in übergreifender Folge gebaut.

Gruß

David Fuchs

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Fakten

Künstler:
Prof. Heinrich Kirchner
Realisation:
Paul Fuchs
Realisation:
Egon Stöckle
Mithilfe:
David Fuchs
Profi SW Fotos: Für diese Galerie bereitgestellt:
Burkhardt Rump